Raku - Brand

RAKU – Das Herz des Teeweges

 

Raku ist zu einer beliebten Freizeitkeramik geworden und erfüllt den ursprünglichen Sinn, des Wortes „Raku“ („Freude an der Muse“).

Raku ist eine ursprünglich japanische Technik, bei der die Keramik bei etwa 900° bis 1000° den Ofen entnommen und im glühenden Zustand in Wasser abgeschreckt wird. Raku Gefäße gehören ursprünglich zur Teekeramik, da sie ihrer naturhaften Schlichtheit der Ästhetik der Teezeremonie entsprachen. Stammvater der Raku ist der 1592 verstorbene Töpfer Chojiro. Amerikanische und europäische Keramiker haben das Raku - Verfahren durch die Nachreduktion ergänzt, wodurch es experimenteller, variationsreicher und künstlicher ergiebiger wurde. Das Raku, welches wir in der Möbisburger Töpfermühle anfertigen, wird bei ca. 1100! Gebrannt, um einen möglichst festen Scherben zu erhalten. Nach Erreichen dieser Temperatur wird die glühende Keramik aus dem Brennofen entnommen und in einen Eimer mit Sägespänen getaucht. Durch die enorme Hitze verbrennt sofort ein Teil der Sägespäne, um diese Verbrennung zu kontrollieren, wird der Eimer mit einem Deckel verschlossen.

 

 

Bei der Verbrennung der Sägespäne wird der Sauerstoff in dem Eimer verbraucht und es entsteht gleichzeitig eine mit Kohlenstoff angereicherte Atmosphäre. Während diesen Vorganges und der Abkühlung des keramischen Scherbens mit seiner Glasur, geschieht die oben erwähnte Nachreduktion. Im Ergebnis wird aus dem weißen Ton graue bis schwarze Keramik und die Glasur erhält besondere und nicht zu wiederholende Effekte. Nach einer Nachreduktion von ca. 20 bis 30 Minuten werden die keramischen Stücke wieder dem Eimer mit den rauchenden Sägespänen entnommen und mit Wasser abgeschreckt. Das, was man nun zusehen bekommt, ist eine unansehnliche, schmutzige, ruß verschmierte Keramik. Die Stücke, die den Brand und das Abschrecken heil bestanden haben, werden anschließend mit Sand, Soda, Wasser und einer Wurzelbürste vorsichtig gereinigt. Jetzt erst zeigt es sich endgültig, ob auch die Oberfläche und die Glasur ihre gewünschte Pracht entwickelt haben-ob es des Töpfers Herz höher schlagen lässt, ob der Töpfer mit seiner Arbeit zufrieden ist. Jedes Stück, ist es gut gelungen, hat somit seine besondere Einmaligkeit, seinen Reiz und seinen Wert.

 

Am 30.10. haben wir Brückentag.